Algen im Aquarium

Im Allgemeinen werden Algen im Aquarium von Aquarianern eher weniger geduldet. Denn Algen stellen für viele ein enormes Problem dar und einige legen sogar aus diesem Grund das wohl faszinierendste Hobby der Welt nieder. In diesem Beitrag werden grundlegende Bekämpfungsmethoden und Verhaltensregeln aufgeführt um dem ungebetenen Gast Herr zu werden.

 

Algen im Aquarium

 

Ursachen für Algen im Aquarium

 

Zuerst ist zu sagen, dass jedes Problem einen Ursprung hat und nur genau an diesem Ursprung sollte man ansetzen, um die Probleme nachhaltig auf lange Sicht loszuwerden. Daher muss jeder Aquarianer auch in seinem Becken die Ursache für sein Algenproblem suchen. 

In den meisten Fällen liegt ein übermäßiger Algenbefall schlechten Wasserwerten zu Grunde. Dabei ist der Nitratwert des Wassers entscheidend. Ein zu hoher Nitratwert bietet Algen eine perfekte Lebensgrundlage und die Ausbreitung der Algen im Aquarium ist vorprogrammiert. Zu hohe Nitratwerte sind oft die Folge von zu viel organischem Material im Aquarium. Damit sind abgestorbene Pflanzenteile, tote Zierfische, Fischkot usw. gemeint. Wer also Probleme mit Algen hat sollte darauf achten und diese organischen Partikel regelmäßig und gründlich entfernen. Des Weiteren kann die Beleuchtung von Aquarien eine weitere Ursachen für einen Algenbefall darstellen. Daher sollten regelmäßige Beleuchtungszeiten von ca. 10 Stunden täglich eingehalten werden. Wobei idealerweise in der Mittagszeit eine Beleuchtungspause von 1-2 Stunden eingehalten werden sollte. Ein weiterer Grund für Algen im Aquarium kann ein zu geringer CO²-Gehalt (Kohlenstoffdioxid) im Wasser sein. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam eine Anlage zu installieren, welche dem Wasser CO² zuführt. CO² Anlagen selber bauen ist ein Artikel der Ihnen zu diesem Thema äußerst hilfreiche Informationen liefert und verrät, wie Sie bares Geld sparen können.

 

Arten von Algen im Aquarium

 

Natürlich gibt es diverse Arten von Algen im Aquarium. Im Folgeneden werden verschiedene Arten gezeigt.

 

Die Langfädige Grünalge

langfädige Grünalge Algen im Aquarium

Diese Algenart hat ähnliche Wachstumsansprüche wie herkömmliche Wasserpflanzen. Daher ist ein Befall oftmals einem stockenden Pflanzenwachstum geschuldet. Denn diese Algenart wächst nur in Aquarien mit guter Wasserqualität und ist leicht zu bekämpfen. Das Einsetzen von Algenfressern wie Garnelen oder einigen Zierfischarten verbunden mit einer regelmäßigen Entfernung mit der Hand reicht meisetens schon aus. Zudem können die allgemeinen Maßnahmen wie Beleuchtung anpassen, CO2 Anlage installieren, Standort des Aquarium optimieren usw. unterstützend wirken.

 

Die kurzfädige Grünalge

kurzfädige Grünalge

Diese Algenart ist genauso zu behandeln wie die langfädige Verwandschaft. Zudem lassen sich alle Fadenalgen sehr gut, nachhaltig und schonend durch passende Präparate bekämpfen. Ein solches passendes Präparat, welches sich auch in meinen Becken als wirksam erwiesen hat finden Sie hier.

 

 

 

 

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Piselalgen

Pinselalgen - Algen im Aquarium

Diese Art von Algen im Aquarium ist leider nur schwer zu bekämpfen. In den Anfängen dieses Algenbefalls können Sie kleine grüne bis graue Punkte im Aquarium entdecken. Diese "Punkte" sind in diesem Stadium nicht größer als ein Stecknadelkopf. Die Ursachen für diese Art von Algen liegt oftmals einem CO2 - Mangel zu Grunde. Darüber hinaus können Faktoren wie alte Leuchtmittel, Überschuss an organischem Material oder eine Einschleppung dieser Algen durch neue Pflanzen eine Rolle spielen. Die Bekämpfung sollte durch mehrere Aktionen geschehen. Einsatz von Garnelen oder Schmerlen, Intervall der Wasserwechsel verkürzen, tägl. kleine Mengen düngen an Stelle von einer großen Menge in der Woche. Zusätzlich sollte die Bekämpfung noch durch das bekannte Protalon unterstützt werden.

 

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Blaualgen

Blaualge im Aquarium

Diese Art von Algen erkennen Sie anhand von bläulichen bis grünlichen Belägen an fast allen Einrichtungselementen des Aquariums. Meist herrscht ein biologisches Ungleichgewicht im Aquarium wenn sich diese Algenart ausbreitet. Dies kann beispielsweise durch einen Wechsel der Filtermedien hervorgerufen worden sein. Des Weiteren sind die Nitritwerte oder der Nitratgehalt des Wassers oft zu hoch und rufen einen Befall dieser Algen hervor. Die Bekämpfung erfolgt durch häufugere Wasserwechsel in verbindung mit dem Einsatz von Saugwelsen, Schnecken, Garnelen oder algenfresseneden anderen Fischarten. Ein weiterer guter Trick ist eine sogenennte Dunkelkur. Dabei schalten Sie die Beleuchtung Ihres Aquariums für 4-6 Tage aus und fürhren idealerweise in dieser zeit 2-3 Wasserwechsel durch. Nach den 6 Tagen muss das Licht wieder für 3-4 Tage normal eingeschaltet sein(kein Dauerbetrieb), dass Ihre Pflanzen im Aquarium keinen Schaden davon tragen. Diese Kur können Sie 2-3 mal wiederholen und werden dann den gewünschten Erfolg sehen.

 

 

Kieselalgen

Diese Algen erkennen Sie an dem meist fleckigen oder flächigen Befall auf Pflanzen und Steinen. Ein bräunlich bis grünlicher Film scheint im Verlauf des Befalls immer dichter zu werden. Die Ursache sind meist die allgemeinen Auslöser für den Algenbefall wie alte Leuchtmittel, geringer CO2 Gehalt, keine Konkurrenz durch schnellwachsende Pflanzen usw. Die bekämpfung ist daher ähnlich wie bei den vorangegangenen Algenarten. Zusätzlich ist jedoch um einem erneuten Befall vorzubeugen der Dennerle Algen Schutz zu empfehlen. Wirkt gerade bei dieser Art von Algen äußerst zuverlässig.

 

 

 

Algen im Aquarium - Zusammenfassung

 

In diesem Beitrag lernten Sie nun die häufigsten Gründe für Algen im Aquarium  kennen. Sie sollten bemerkt haben, dass diese Gründe in den meisten Fällen die gleichen sind. Daher sollten Sie stets darauf achten, regelmäßig das Wasser zu wechseln und die Wasserwerte im Auge zu behalten. Vielleicht sogar mal über eine CO2 Anlage zur Düngung der Pflanzen nachzudenken. Die Beleuchtung ist wie gesagt auch in vielen Fällen eine Ursache für einen Algenbefall, daher sollten Sie regelmäßig Ihre Leuchtmittel wechseln und auf die richtigen Lichtkomponenten und Farbspektren achten. Auch der Bodengrund sollte möglichst von abgestorbenen, organischen Material berfreit werden. Wenn Sie diese Punkte beachten und bei einem evtl. Befall frühzeitig und richtig reagieren sollten Sie auf lange Sicht keine Probleme mit übermäßigen Algen im Aquarium haben.